Über mich

Pferde hatten immer einen großen Anteil in meinem Leben. Ich bin 1956 geboren und hatte einen ziemlich konventionellen Werdegang in Bezug der Ausbildung im englischen Reitstil, vorwiegend Dressur. Erst 2005 kam ich zum Rai-Reiten und vermehrt der Kommunikation mit Körpersprache, als unsere erste Stute Tafi bei uns einzog. Alle 4 eigenen Pferde haben mir bis jetzt das meiste beigebracht und jedes einzelne hat mich vor neue Aufgaben gestellt.

Bis jetzt zähle ich aber auch viele andere gute „Horseman“ zu meinen Lehrmeistern, die ihre Basis vorwiegend auf die natürliche Kommunikation legen:    

Rai – Reiten  |  K. F. Hempfling  |  H.-J. Neuhauser  Parelli  |  S. Schnelle  |  trtmethod  | Gerd Römbke  |  

Ich habe meinen eigenen Stil entwickelt, den ich je nach Pferdepersönlichkeit anwende um den Zugang zur Pferdeseele zu gewinnen. Auch Problemlösungen sind auf vielfache und sanfte Art möglich, sei es am Boden oder im Sattel. Gerne unterstütze ich dabei jede/n mit seinem Pferd eine bessere Kommunikation aufzubauen.

Wer jetzt noch etwas mehr zu meinen langjährigen Lebensweg mit den Pferden bis hierhin wissen möchte, einfach weiter lesen 🙂

Meine Begeisterung für Pferde begann schon sehr früh, mir war es sozusagen in die Wiege gelegt, mein Großvater Oberstleutnant Bors hoch zu Ross (1933) und ich nutzten jede Gelegenheit um einem Pferd nahe zu sein ( hier 1959)
Oberstleutnant Bors hoch zu Ross Im Zirkus

Man sagte mir als Kind mit 8 Jahren ich sei noch zu klein, zu leicht um ein Pferd zu reiten, vielleicht später mal… Heute als Trainerin und Ausbilderin, auch von kleineren Kindern, verstehe ich was die Trainer damals meinten. 
Aber ich durfte auf Kuckuck meine erste Reitstunde nehmen, man versuchte dabei, mir das Reiten auszutreiben, lies mich traben, aber mir gefiel es. (1964)
 meine Beine waren noch etwas kurz 😉

Meine erste große Liebe: Tombi (das weiße Pony;-), leider nicht meins…
aber ich nahm lange Wanderungen in Kauf um ihn oft zu besuchen. (1966)
 

Als ich 16 Jahre alt war kam meine zweite Liebe: Reflex. Er war ein riesiger, sturer Wallach. Er konnte schlagen, beißen, durchgehen, buckeln, aber ich liebte ihn. Es war ja kein Wunder, die Pferde wurden damals im Reitstall, er war ein Verleih-Pferd, in Ständern gehalten. Er hatte ja nicht mal eine Box. Und wenn die Pferde dann mal rauskamen, haben sich alle Energien entladen. Reflex war ein Pferd, das wegen seiner Unarten immer am Schluss der Gruppe laufen musste.

Ich machte 1973 einen zweiwöchigen Reitkurs mit ihm. Er hatte eine Besonderheit, wenn er sich erschreckte, sprang er einen Meter zur Seite und ging dann durch. Dies hatte ich nicht immer ausgesessen, ich hab mitgezählt, genau 20 mal hatte er mich in dieser Zeit abgeworfen. Das tat aber meiner Liebe zu ihm keinen Abbruch, ich stieg immer wieder auf. Aber ab da konnte ich ihn Reiten ohne herunter zu fallen, natürlich auch die anderen Pferde. Und ich durfte dann sogar mit ihm an der Spitze der Reiter-Gruppe reiten, darauf war ich sehr stolz, denn er benahm sich ab da immer korrekt mit mir. Er hat mich nie wieder abgeworfen, auch kein anderes Pferd bisher, zum Glück 😉 Leider wurde Reflex irgendwann in Privathände verkauft.
 

Ich war eine sehr gute Reiterin geworden. Natürlich nimmt man da am aktiven Vereinsleben teil. Mein Verein war der Deggendorfer Reitverein. Manchmal wurden mir auch Privatpferde zum Reiten angeboten, mit diesen nahm ich an Turnieren teil. Dressur und Springen bis Klasse A. Das war etwa 1974.
 

Auch manches „wilde“ Pferd habe ich vor der Reitstunde der Besitzer geritten, damit es sich schon mal austoben konnte. Ich habe mich auf jedes Pferd getraut. Die Pferde spürten meine Liebe und wurden immer ruhig.

Hier rechts, das war Wilma. Sie erschreckte sich immer vor der Autobrücke, dann ging sie durch und lies sich nicht mehr stoppen. Ich habe es 4-5 mal von vorne begonnen und sie einfach laufen lassen. Irgendwann hat sie gemerkt dass nichts passiert und wurde gelassen.

Die Besitzerin war sehr lieb zu ihr, sie hatte sogar eine Gummitrense, das war ja damals die große Ausnahme 😉
 

In meinem Leben bin ich sehr viel umgezogen und eines Tages kam ich nach Stuttgart. Dort war ich dann im Botnanger Reitverein etwa 1985. Auch da „sollte“ ich an Turnieren teilnehmen, aber es war nicht meine Passion. Mit dem 2. Platz auf einem Schulpferd, welches ich nicht kannte war in Ordnung. Natürlich Dressur, denn Springen hat mir nie so richtig gefallen.
 

Ich habe auch im Urlaub immer wieder Pferde geritten, egal wo ich war, in Bayern oder in Spanien, hauptsache Reiten. Aber irgendwann habe ich es aufgegeben, ohne eigenes Pferd wird man üblicherweise in der Reitstunde in der Halle umher gehetzt, gibt das Pferd wieder ab, und fertig. Daran hatte ich keine Freude mehr. Ich machte dann eine längere Pause.


Durch die Liebe meiner Tochter zu den Pferden (das muss sich wohl vererbt haben) kam ich etwa 2005 zum Rai-Reiten und meiner ersten Reitstunde damit, sowie zur Kommunikation mit den Pferden auch am Boden. Von da ab hat das Zusammensein mit den Pferden für mich eine andere Perspektive bekommen.
Natürlich habe ich dadurch auch ein ganz anderes Verständnis zu Pferden erworben. Die natürliche Führung und das freiwillige Folgen des Pferdes, was daraus resultiert, ist mir wichtig geworden.

Ich habe auch viel über mich selber erkannt, die Pferde als „Spiegel“ meiner selbst sozusagen haben mir dabei geholfen. Wir wachsen inzwischen gemeinsam an neuen Aufgaben und meistern neue Herausforderungen nun im gegenseitigen Geben und Nehmen.
  

Mehr zur Kommunikation am Boden. Es ist ein wunderbares Gefühl zu verstehen und verstanden zu werden.
Aus diesem Grund ist auch das Projekt Pferde richtig verstehen entstanden,
hier mit einer Gruppe von Kindern.