Traum Nero Vulkan *März 2016

Ich heiße Traum Nero Vulkan, bin ein Noriker-Wallach, braun, geb. März 2016, noch roh, bin klug und habe eine starke Persönlichkeit und suche ab sofort einen neuen Wirkungskreis. Momentan wohne ich in 55629 Seesbach.  Verkaufspreis 3500 Euro
Sehr gern erzähle ich euch etwas über mich:

Als Noriker in Österreich gezüchtet, kommen leider nicht alle Pferde zu Menschen, die mit ihnen ein Leben lang verbringen möchten. Einige der Noriker landen auf dem Fohlenmarkt in Maishofen oder auch beim Schlachter, weil viele der Stuten jedes Jahr belegt werden und nicht alle Fohlen davon werden privat verkauft, ein Teil geht in die Fleischproduktion. Mein Pech war wohl einfach, dass ich keine Stute zum Züchten war und auch noch braun, gibt es leider wie Sand am Meer.

Aufgewachsen bin ich mit meiner Mama auf der Alm, da habe ich die frische Luft genossen, trittsicherheit geübt und mit anderen Fohlen gespielt. Mit 6 Monaten wurde ich dann von der Schlachtfohlenhilfe of Golden Summer vermittelt, weil mein Züchter keinen Platz mehr für mich hatte und ich schon auf dem Glände des Schlachters stand, der wohl auch Händler ist und Pferde verkauft, wenn sie noch eine Chance bekommen. 

Ein liebes Menschenmädchen hat ihre Ersparnisse geopfert und mich zu sich zu holen, damit ich bei ihrer lieben Stute (die hat mich übrigens sofort adoptiert, weil ich so ein Charmeur bin) und ihrer kleinen Herde aufwachsen kann um dann später mein Für-immer-Zuhause zu finden. Mit 18 Monaten wurde ich kastriert. 

Nun bin ich aber alt genug sagt sie, dass meine Ausbildung beginnen kann und ich meine eigene Herde finden soll, weil ich gerne auch mal mehr lernen würde. Leider hat sie jetzt auch weniger Zeit für mich, weil sie auch gerade erst studiert und ihre Mama ist 64 und mit der Versorgung von 4 Pferden auch etwas überfordert.

Clicker-Training mit positiver Verstärkung finde ich z. B. super, da würde ich am liebsten nie aufhören. Ich gehe auch am Stallhalfter oder Knotenhalfter und langem Seil überall mit, auch ohne andere Pferde dabei, oder bleibe ruhig angebunden stehen und habe bisher echt noch nichts gefunden, was mich erschrecken könnte.
Riesige Landmaschinen, Planen, klappernde Gegenstände, interessiert mich alles nicht wirklich. Ein Gebiss hab ich bisher deshalb nie kennen gelernt, vielleicht brauche ich auch keins, ich bleib ja auch stehen, wenn mein Mensch stehen bleibt. Auch wenn meine Herde an mir vorbei galoppiert, bleibe ich artig bei meinem Menschen und ziehe nicht am Seil. Und ansonsten mache ich auch alles, was ich machen soll, wenn ich es verstanden habe. Meine zukünftigen Aufgaben sind eigentlich in fast jede Richtung offen.

Meine Hufe lasse ich pflegen, ich heb sie hoch, sobald man die mit dem Finger antippt, ich lasse sie auch oben, wenn es nicht zu lange dauert. Längeres Aufhalten bringt mich aber dann doch noch etwas aus dem Gleichgewicht, der Hufpfleger hat einfach immer mal abgewechselt, das ging dann schon. Zur Zeit gehe ich noch barhuf. Ob ich mal Eisen vorne brauche, weiß ich noch nicht so genau. Kommt sicher auch drauf an.

Rassebedingt bin ich sehr leichtfuttrig, das heißt mich darf man nicht mit Süßigkeiten verwöhnen, das würde mir nicht gut tun, außer 24/7 Heu bekomme ich nur Stroh zur Verfügung und natürliche Mineralien. Bisher geht es mir auch sehr gut damit. Finde ich persönlich jetzt nicht so toll, weil es gibt da bestimmt das ein oder andere Leckerchen in der Sattelkammer, hab ich natürlich auch schon versucht heraus zu finden, als mein Mensch die Tür aufgelassen hat, weil ich bin immer sehr neugierig und mutig. Sie hat mich da aber rückwärts am Schweif wieder heraus gezogen, weil ich mich da nicht umdrehen konnte und eigentlich wollte ich ja weiter suchen, durfte aber nicht, ich
hätte bestimmt noch was gefunden.
Hilfsbereit bin ich auch immer beim Abmisten der Weide. Da passe ich genau auf und laufe neben der Karre her, damit da nichts zu voll geladen wird. Da muss ich schon ab und zu mal was ausleeren, damit das nicht zu schwer für meine Menschen wird, denn ich muss ja sogar manchmal den leichten Sattel rum tragen, also wenn der schon zu schwer ist für sie …

​Mein Mensch meint immer, das Gehirn eines Norikers arbeitet manchmal eher gemächlich, aber was da mal eingespeichert ist, das bleibt da auch drin! Ob man sich das nun gewünscht hat, oder nicht 😉 Jedenfalls kann es dauern, wenn man was umprogrammieren möchte. Gegenseitiger Respekt ist notwendig, Geduld und vor allem Verständnis, dann geht fast alles wie von allein. Druck mag ich garnicht, man muss mir die Sachen, die ich machen soll einfach gut vorher erklären. Wenn mein Mensch zum Beispiel mit der Mistkarre ankommt, schwenke ich schon mal zur Seite, damit sie da auch vorbei kommt, ich denke da nämlich mit, drei mal vorher zart mit der Fingerspitze antippen hat genügt, jetzt weiß ich ja schon was von mir erwartet wird. Peitsche kenne ich auch, aber nur als verlängerter Arm meines Menschen, oder als Target zum Antippen, dafür gibts dann auch Leckerchen, die nehme ich auch ganz respektvoll und auch nur, wenn ich sie entgegen nehmen darf, bis dahin schau ich auch zur anderen Seite um nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich verfressen wäre… 

Ich höre immer wieder, ich wäre noch ein kleiner Tollpatsch, aber natürlich wachse ich auch noch. Noriker wachsen manchmal bis sie 9 Jahre alt sind, natürlich nicht immer nur in die Höhe. Und wenn ich mich mal irgendwo aus Versehen anstoße und etwas umwerfe liegt das bestimmt auch nur an den zu kleinen Dimensionen des Offenstalles in dem ich mit den 3 anderen Mitbewohnern derzeit lebe. Außerdem bin ich sehr stark und deshalb suche ich auch ein Zuhause mit viel Platz und stabilen Gegebenheiten, denn manchmal scheuere ich auch ganz pferdetypisch mein Fell an einem Pfosten, falls da keine Bäume wachsen.

Auf liebe und verspielte Mitbewohner lege ich auch viel wert, denn ich spiele natürlich gerne mal ausgelassen mit den anderen. Hauptsache dort gibt es auch einen Chef, der gut auf mich aufpasst, ich bin im Moment hier noch der Rangniedrigste bei den Jungs. Natürlich übernachte ich auch mal ein paar Tage in der Box, wenn es sein muss, aber auf Dauer ist das nichts für mich, das ist mir zu langweilig. Außerdem schnarche ich gern lang ausgestreckt und wälze mich auch gerne in den weichen Spänen in meinem Unterstand. Und bitte ganz wörtlich nehmen: ich schnarche grundsätzlich immer, wenn ich schlafe.
Auf meine alte Ziehmama kann ich natürlich schon aufpassen. Die weiß das inzwischen auch und respektiert mich, bin ja schon ein großer Junge geworden, mindestens 159 cm und damit fast größer als sie.
Ich hab auch schon versucht heraus zu finden, ob hinter den 7000 qm Weide nicht doch noch besseres Gras wächst, aber meist ist doch jetzt der Strom an, dann bleib ich lieber drin, davor hab ich nämlich echt Angst.

Ansonsten habe ich ein echtes Norikergemüt: ich weiß, was ich will, habe ausdrucksvolle Gänge, bin bewegungsfreudig, übe mittlerweile Galopp-Pirouetten und fliegende Galoppwechsel liegen mir im Blut, das kann ich auf unserer großen Weide gut trainieren. Ich bin sicher, das funktioniert später auch mit meinen Menschen auf dem Rücken. Eine echte Sportskanone werde ich aber vermutlich nie werden. Lieber gehe ich gemütlich spazieren.

Wenn ich neue Menschen kennen lerne, versuche ich natürlich immer heraus zu finden, welche Rangordnung die haben. Dazu werden die grundsätzlich erstmal intensiv abgeschnuppert, falls ich da nichts heraus finde, versuche ich auch zu beknabbern. Sobald die mir aber versichern, dass sie auf mich aufpassen können indem ich meine Grenzen gezeigt bekomme sowie eine gute Führung erhalte, die mir Sicherheit vermittelt, dürfen sie mir dann auch den großen Hintern kraulen. Treten oder beißen kommt für mich grundsätzlich nicht in Frage, ich habe gelernt, dass ich Vertrauen haben kann.
Natürlich habe ich auch gelernt, dass ich respektvoll auf Abstand gehe, falls dies gewünscht wird, aber eigentlich bin ich immer sehr schmusebedürftig und zum Kuscheln aufgelegt. Ich mag auch kleine Kinder, die dürfen auch rum schreien und toben, aber meine Hufe sind natürlich sehr groß, da müssen die schon aufpassen, wo sie hin laufen. Bellende Hunde sind auch kein Problem für mich, die finde ich sehr interessant, aber wenn ich dann ankomme um zu spielen, laufen die leider immer weg.

Als Jährling wurde ich auf PSSM getestet, damit man meine Haltung gut anpassen kann, um mich möglichst gesund zu halten. Ich bin n/pssm, also Einzelgenträger wie mein Papa und zeige keinerlei Auffälligkeiten. Gutes Heu oder Stroh und natürliche Mineralien reichen für mich aus. Man sollte mich nur nicht endlos fressen lassen, ohne dass ich arbeiten muss, denn dann werde ich noch schwerer, als es sein muss. Mein Gewicht wird auf etwa 700 kg geschätzt, also ich mache schon mächtig was her.

Ich muss aber Zucker in jeder Form meiden, Obst, Getreide usw, weil ich als PSSM Einzelgenträger eine veränderte Zuckerspeicherung habe. Das macht mich besonders leichtfuttrig, meine Rasse ist deshalb gut zur schweren Arbeit geeignet, wie Holzrücken oder Kutsche ziehen. Aber ich mache auch eine tolle Figur, wenn ich einfach nur vielseitig eingesetzt werde. Es gibt einige Vertreter meiner Rasse, die auch im Sport eigesetzt werden, aber ich bin wohl besser als Freizeitpferd geeignet, bei dem ich nicht von Null auf Hundert Leistung erbringen muss, sondern mich langsam warm laufen kann. 

Mein zukünftiges, menschliches Herdenoberhaupt sollte gute Führungseigenschaften besitzen, denn als Noriker bin ich eigenständiges Handeln gewohnt und habe kein Problem damit für mich selber zu entscheiden. Trotzdem kann ich ganz entspannt sein, sollte mein „Chef“ für mich die Entscheidungen übernehmen wollen. Für meine bisherigen Menschen ist es wichtig, dass ich vor allen Dingen in ein liebevolles Zuhause kommen darf. Sonst muss ich auch nicht wirklich wegziehen. Vielleicht mag man mich auch erst mal öfter kennen lernen und sehen, ob es zwischen uns passt? 

Gern kann ich weiter weg ziehen, aber schön wäre es natürlich, wenn es einen Menschen gäbe, der mich hier am Stall stehen lassen möchte, das wäre natürlich auch möglich, dann muss ich nicht umziehen. Hier gäbe es ab Frühjahr/Sommer auch Hilfe und Unterstützung bei meiner Ausbildung, falls gewünscht. Also ich würde mich freuen. Magst du mich einfach mal kennen lernen? So gesprächig wie hier bin ich aber anfangs nicht gleich zu Fremden, ich bin da eher der introvertierte Typ, aber ich taue dann schon irgendwann auf. Deshalb melde dich doch gern bei meinen Menschen, du merkst ja schon, es gibt bestimmt noch jede Menge zu erzählen und du hast sicher auch noch wichtige Fragen zu mir, die sind da auch gern bereit dir Auskunft zu geben. 

Schau dir doch ein paar Bilder oder Videos von mir an.

Außerdem gibt es ein paar Blogartikel über mich.

Falls du meinen Papa kennen lernen willst, kannst du auch mal hier schauen: Vater Dafür gibt es allerdings ein Passwort, das kann dir dann mein Mensch sagen, da sind nämlich Bilder drauf, die nur privat gezeigt werden dürfen.

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